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Kaffeefahrt ohne Werbung zum Heidelberger Schloss vom Bürgerbusverein Bad Rappenau

24.​05.​2026

Mit über 1 Million Besucher pro Jahr gehört die Heidelberger Schlossruine zu den beliebtesten Ausflugzielen in Europa.

Dies zeigte sich auch bei den Anmeldezahlen. „Das war die erste Kaffeefahrt, bei der wir mit 3 Kleinbussen anreisten,“ so Vorsitzender Klaus Ries-Müller. „Mit den 2 Sprintern vom Verein und einem Kleinbus von der Stadt Bad Rappenau.“

Bei einer einstündigen Führung wurde die wechselvolle Geschichte des Schlosses veranschaulicht. Das Schloss diente den Kurfürsten von der Pfalz fast drei Jahrhunderte als Residenz. Danach im 16ten Jahrhundert wurde es mehrfach zerstört. Der Wiederaufbau scheiterte nach einem Blitzschlag in den bereits neu erbauten Turm (1764), aber auch am Aberglauben der damals Verantwortlichen. Der Einschlag wurde als Zeichen des Teufels gewertet.

Der Kurfürst, der die Möbel für den Einzug ins Schloss schon gepackt hatte, residierte danach weiterhin im Mannheimer Schloss.

„Heute würde keiner mehr das Schloss aufbauen, ist doch die Ruine die beste Werbung für uns,“ so die Führerin.   

Für den Erhalt der Ruine sorgte lange Zeit ein in Heidelberg lebender Franzosen (Charles de Graimberg, bis 1864), der vor der Revolution in Frankreich geflüchtet war. 

Natürlich durfte die Besichtigung des weltweit größten Weinfasses nicht fehlen.   

Zum Abschluss ging es dann zurück nach Bad Rappenau, wo im Café und Bistro Römersee die Eindrücke ausgetauscht werden konnten. 

 

Bild zur Meldung: Führung vor dem Modell des ursprünglichen Heidelberger Schlosses Bild: Klaus Ries-Müller